Warum sind Elektrolumineszenz-Prüfungen für die Qualitätsbewertung von PV-Anlagen wichtig?

Typische Defekte: Aktive Mikrorisse, Mikrorisse, Finger-Defekte

Viele Defekte auf Solarmodulen...

... sind für das menschliche Auge nicht sichtbar. Elektrolumineszenz-Prüfung macht gerade diese Fehler - wie zum Beispiel Mikrorisse - schnell und deutlich sichtbar. Das Elektrolumineszenz Verfahren liefert die in der Produktion notwendigen Informationen, um die Produktqualität zu verbessern und die Produktionsprozesse zu optimieren.

Besondere Bedeutung haben Mikrorisse, die zum Zeitpunkt der Leistungsmessung nach der Produktion noch keinen Einfluss auf die Leistung des Moduls haben. Derart vorgeschädigte Module können im späteren Betrieb zu Leistungseinbußen führen.

Thermische oder mechanische Belastungen durch Wettereinflüsse (Sturm, Schneelast) oder durch Transport und Montage führen in diesen Fällen fast immer zu Leistungsabfällen - schon bei leicht beschädigten Modulen.

Die Bilder zeigen deutlich den potentiellen Einfluß von Mikrorissen auf die Leistung von Solarmodulen. Kritische Mikrorisse im Zellmaterial der PV-Module können mittels der Elektrolumineszenz zuverlässig und kostengünstig identifiziert werden.

Solarzellen vor und nach 150 thermischen Zyklen

Warum Elektrolumineszenz-Prüfungen vor der Installation der Module so wichtig sind zeigen die folgenden Bilder. Minderleistungen durch kritische Mikrorisse treten in der Realität oft erst nach Jahren auf, wenn viele Kalt-Warm Zyklen durchlaufen sind.

Solarzellen vor thermischen Zyklen:
PMP [Wp] = 7.9

Solarzelle nach 150 thermischen Zyklen:
PMP [Wp] = 6.3 (20% Minderleistung)